TSV Schwabmünchen Leichtathletik

Julia Stuhler bei U23-DM Fünfte



Julia Stuhler vom TSV Schwabmünchen und ihr Coach Wolfgang Ritschel standen vor einem Luxusproblem. Die Jurastudentin hatte sowohl über die 400 Meter-Distanz als auch über die 400 Meter Hürdenstrecke die Qualifikationsnorm für die Deutschen U23 Meisterschaften geknackt. Nach einigem Hin und Her, entschieden sich die beiden, dass Julia die Hürdenstrecke im hessischen Wetzlar in Angriff nehmen sollte. Eine gute Wahl, wie sich herauskristallisieren sollte.

Im Vorlauf kam die 21-Jährige gut ins Rennen, konnte ihren Schritt-Rhythmus bis zum Ende gut durchziehen und trotzte den Windböen, die immer wieder durchs Stadion fegten. Mit 62,66 Sekunden verpasste sie zwar knapp ihre persönliche Bestzeit, qualifizierte sich aber für den Endlauf der besten sechs Athletinnen Deutschlands.

Im Finale am nächsten Tag, musste sich Julia mit der etwas undankbaren Bahn eins begnügen, wollte aber nochmal richtig angreifen. Die Windböen vom Vortag waren weg, und so sollte einer Bestzeit nichts im Wege stehen. Die Schwabmünchnerin legte los wie die Feuerwehr, kam bei 200 Meter im absoluten Zeit-Soll durch und zog auf der Innenbahn im perfekten Schritt-Rhythmus durch die zweite Kurve, ehe sie auf der Zielgerade etwas die Kräfte verließen. Die zehnte und damit letzte Hürde übersah sie vor Anstrengung fast und kam ins Taumeln. Julia konnte sich aber fangen ohne zu stürzen und kämpfte sich ins Ziel. Trotz Strauchler, der laut Coach sicher 4-5 Zehntelsekunden gekostet haben dürfte, wurde die Menkingerin hervorragende Fünfte und verbesserte ihren Hausrekord auf starke 62,40 Sekunden. Damit war das Gespann überaus zufrieden und Julia wird versuchen, diese Bestzeit beim einen oder anderen Meeting nochmal anzugreifen.