TSV Schwabmünchen Leichtathletik

Daniel LabAIRmeier springt bei den Bayerischen Meisterschaften im wahrsten Sinne über sich hinaus



Aufgrund der Corona-Pandemie, ist die Leichtathletik-Saison in diesem Jahr ziemlich verschoben und gestückelt. Am vergangenen Wochenende fanden daher erst spät im Jahr die Bayerischen Meisterschaften U23 und U16 statt. Bei bestem Leichtathletik-Wetter glänzte Daniel Labermeier vom TSV Schwabmünchen über 80 Meter Hürden bereits mit einer persönlichen Bestzeit. Die 11,86 Sekunden reichten zwar nicht ganz für den Endlauf, dennoch war der 15-Jährige durchaus zufrieden. Größere Chancen hatte er sich für den Hochsprung ausgemacht. Auch wenn er mit einer persönlichen Bestmarke von 1,68 Meter aus dem letzten Jahr angereist war, so war nach den vergangenen Trainingseinheiten zusammen mit den Coaches Stefan Ritschel und Mutter Sabine Labermeier klar, dass Höhen um die 1,75 Meter drin seien. Und damit gehörte Daniel zum Kreis der Medaillenkandidaten und sollte für eine dicke Überraschung sorgen. Bis 1,74 Meter sprang er alle Höhen im ersten Versuch. Die ersten Konkurrenten waren bis dahin bereits ausgeschieden, und als die Latte auf 1,77 Meter gelegt wurde, hatte Daniel nur noch einen Gegner im Wettbewerb. Silber war ihm zu diesem Zeitpunkt damit schon sicher. Konkurrent um den Titel war Max Achhammer vom TSV Schwandorf, der immerhin mit einem Hausrekord von 1,77 Metern angereist war. Es entwickelte sich ein wahrer Krimi. Auch 1,77 Meter überquerte Daniel Labermeier bereits im ersten Sprung und setzte deinen Gegner damit unter Druck. Zudem steigerte er den Hausrekord von Vater Christian um einen Zentimeter. Achhammer konterte und so wurde die Latte auf 1,80 Meter gelegt. Der Schwandorfer konnte auch hier im ersten Versuch meistern, das Menkinger Nachwuchstalent streifte die Latte im ersten Sprung mit der Wade herunter. Im zweiten Versuch überquerte aber auch Daniel die Höhe. Und damit nicht genug. 1,83 Meter wurden sowohl von Daniel als auch Max im ersten Durchgang übersprungen, das Kopf-an-Kopf-Rennen ging also weiter. 1,86 Meter standen nun auf der Anzeigetafel und damit wäre auch der M15-Vereinsrekord von Trainer Stefan Ritschel aus dem Jahr 1992 pulverisiert worden. Nachdem aber bereits beide Athleten ihre persönlichen Rekorde gesteigert hatten, Daniel sogar um unglaubliche 15 Zentimeter, war die neue Höhe für beide einen Ticken zu hoch. Aufgrund der Fehlversuchsregel durfte sich Daniel Labermeier „nur“ über Silber freuen, dennoch überstrahlte die sensationelle Höhe alles. Mit Max Achhammer hatte sich der Favorit hauchdünn durchgesetzt. Bei der Siegerehrung gab es daher nur strahlende Gesichter.

Manuel Viehl startete bei den U23 Junioren über die ungewohnte 1500-Meter Strecke. Der 3000-Meter-Spezialist schlug sich wacker und kam mit 4:22,90 als Gesamt-Siebter ins Ziel.  

Nachdem sich Schwabens Leichtathleten im August darauf geeinigt haben, möglichst viele der ausgefallenen Meisterschaften im September nachzuholen, werden am kommenden Sonntag ab 10.30 Uhr im Stadion der Leonhard-Wagner-Schulen die Bezirksmeister im Stabhoch- und Weitsprung gesucht. Zuschauer sind leider keine zugelassen, dennoch erhoffen sich die Verantwortlichen des TSV einige Teilnehmer um wenigsten ein paar Einnahmen in die Abteilungskasse zu bekommen. Weitere Wettkämpfe wird es in den nächsten Wochen in Friedberg und Aichach geben.