TSV Schwabmünchen Leichtathletik

Julia auf der blauen Bahn - Die DM in Berlin



Wie schon berichtet, hatte sich Julia Stuhler von den Schwabmünchner Leichtathleten für die deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion qualifiziert. Sie trat über die 400m Hürdenstrecke an und überzeugte zum Saisonhöhepunkt auf ganzer Linie.

Ins altehrwürdige Berliner Olympiastadion einzulaufen war für die 21-Jährige schon eine besondere Erfahrung, hatte sie die einzigartige blaue Bahn bisher nur im Fernseher oder von der Tribüne aus bewundert. Und auch der ganze Ablauf bei einer Deutschen Meisterschaft war ungewohnt, so die Jurastudentin nach ihrem Saisonhöhepunkt: „Der Weg vom Aufwärmplatz außerhalb des Stadions durch die Katakomben der Anlage war ganz schön lang“. Auch das Prozedere mit Callroom, aus dem die Athletinnen dann geschlossen ins Stadion geführt wurden, erlebe man nicht alle Tage, so die Schwabmünchnerin nach ihrem Rennen.

Doch Julia war absolut fokussiert und ließ sich auch vom ungewohnt zahlreichen Publikum nicht beeindrucken. In einem absolut runden Rennen konnte sie sogar ihre persönliche Bestzeit nochmals um tolle 35/100 Sekunden verbessern und auf 61,14 Sekunden drücken.

In ihrem Halbfinallauf wurde sie damit starke Vierte, was für das Finale zwar erwartungsgemäß nicht reichte, mit dem die TSV-Athletin absolut zufrieden war.

Ebenfalls happy war auch der große, mitangereiste TSV-Fanblock, bestehend aus Familie, Freunden und TSV Kollegen. Und auch die nicht mit angereisten Menkinger Vereinskollegen, die den Hürdensprint im Livestream der ARD verfolgten, honorierten Julias Erfolg.

Nur Coach Wolfgang Ritschel, der nicht mit nach Berlin gereist war, hatte technische Probleme mit seinen PC und verpasste daher den Lauf seiner Athletin. Er wurde dennoch kurz nach dem Rennen persönlich von seinem Schützling informiert und durfte sich mit Julia über deren fantastischen 12. Platz in Deutschland freuen.

Julia Stuhler sagt zu ihrem Erfolg: „Ich war zu meinem Saisonhöhepunkt auf dem Punkt topfit. Dass so viele Leute im Stadion waren, hab ich erst nach dem Lauf mitbekommen, dann aber umso mehr genossen.“ Für die Athletin geht es zunächst in den wohlverdienten Urlaub, ehe im September noch ein Team-Wettkampf ansteht, bei dem sie ihre Vereinskolleginnen unterstützen wird.